Typschlüsselnummer
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Die Typschlüsselnummer

Sämtliche, in Deutschland zugelassene Automobile und alle anderen Fahrzeuge verfügen über sogenannte Kfz-Schlüsselnummern, welche Sie auch Ihren Fahrzeugunterlagen entnehmen können. Die Typschlüsselnummer ist Bestandteil der insgesamt drei Kfz-Schlüsselnummern. Diese bestehen aus Schadstoffschlüsselnummer, der Herstellerschlüsselnummer (HSN) sowie der bereits erwähnten Typschlüsselnummer (TSN). Diese Nummern werden vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) vergeben. Anhand dieser Zahlenschlüssel lassen sich einzelne Fahrzeugmodelle nicht nur beim Hersteller und beim Ersatzteilkauf eindeutig zuordnen, auch bei Versicherungsgesellschaften spielen sie eine sehr große Rolle, da auf der Basis der Kfz-Schlüsselnummern auch die Versicherungsprämien sowie die Typ- und Regionalklassen ermittelt werden.

In den alten Fahrzeugscheinen und Briefen sind diese Nummern wie folgt zu finden: zu 1 die Schadstoffschlüsselnummer, zu 2 die Herstellernummer und zu 3 die Typschlüsselnummer. Speziell die Typschlüsselnummer ist in den neuen Fahrzeugpapieren ab Oktober 2005 in der Zulassungsbescheinigung Teil I, was dem Fahrzeugschein entspricht, sowie der Zulassungsbescheinigung Teil II, was dem Fahrzeugbrief entspricht, unter dem Punkt 2.2 ersichtlich. Reimportierte Exportfahrzeuge bzw. selbst importierte Fahrzeuge aus dem Ausland sind mit Nullen in diesem Feld ausgewiesen, was die Zuordnung erschweren kann, wenn Sie Ihren Versicherungstarif ermitteln wollen. Anhand der Schadstoffschlüsselnummer wird die Schadstoffklasse eines Fahrzeugs bestimmt, somit gibt diese Nummer auch Auskunft über die zu entrichtende Kfz-Steuer für das jeweilige Modell. Während die Herstellerschlüsselnummer den Fahrzeughersteller benennt, definiert sich über sich den Typschlüssel das exakte Modell, also Baujahr, Bauart und Motorisierung.

Einteilung der Schadensklassen durch die Typschlüsselnummer

So können die Versicherungsgesellschaften die einzelnen Fahrzeugmodelle in sogenannte Schadensklassen einteilen. Entsprechend der Häufigkeit von Unfällen, ermittelt nach Fahrzeugmodell bei der Typklasse und nach Region bei der Regionalklasse, dienen diese Kfz-Schlüsselnummern den Versicherern als Grundlage für die Errechnung dieser Schadensklassen und daraus folgend der zu zahlenden Versicherungsbeiträge.

Bei der Regionalklasse ist es somit logisch, dass in Ballungsgebieten wie Großstädten die Versicherungsprämien höher liegen als in ländlichen Gebieten, da wegen der höheren Verkehrsdichte auch vermehrt Unfälle die Folge sind.

Bei den Typklassen sind hauptsächlich solche Fahrzeuge hoch eingestuft, die von jungen, unerfahrenen Autofahrern bevorzugt werden und dementsprechend oft in den Unfallstatistiken aufgeführt werden. In der Schlussfolgerung sind aber auch weniger bei diesen Fahrerkategorien beliebte Modelle entsprechend in günstigeren Schadensklassen zu finden. Es spielen dabei noch weitere Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel die Häufigkeit von Diebstählen bestimmter Modelle und anderer Aspekte.

Dabei werden diese Schadensklassen jährlich neu berechnet, sodass auch Ihr eigenes Fahrzeug im Folgejahr teurer oder günstiger in der Versicherung werden kann. Wenn Sie also für Ihr Fahrzeug eine Autoversicherung abschließen wollen, werden Sie zuerst von Versicherern und Programmen nach der Typschlüsselnummer gefragt, da nur mithilfe dieser Nummer eine exakte Zuordnung für die richtige Prämie erfolgen kann. Wenn Sie sich diese Nummer also vorab notieren, bekommen Sie immer eine konkrete Auskunft, was die Kosten für Ihre Kfz-Versicherung betrifft. Bei Reimporten kann es hilfreich sein, wenn Sie sich beim Fahrzeughersteller nach der TSN erkundigen, die diesem Fahrzeugmodell zugeordnet wurden, die aus derselben Modellreihe für den deutschen Markt gebaut wurden. Bei solchen Modellen, die nie offiziell auf dem deutschen Markt angeboten wurden, gibt es diese Vergleichsmöglichkeit jedoch nicht, dafür können Ihnen hier die einzelnen Versicherungsgesellschaften unter Vorlage der Fahrzeugidentifizierungsnummer weiterhelfen.